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Kubanews

Kuba in allen seinen Facetten

Bares und Karten – was du als Tourist in Kuba brauchst

Geld für Touristen – was ist besser in Kuba.

Bildschirm eines Geldautomaten: Geldautomat außer Betrieb

Geldautomat außer Betrieb

Da in Kuba die Uhren noch anders ticken, vor allem was Technik und Vernetzung angeht, ist es nicht einfach, in Kuba an Geld zu kommen. Welche Möglichkeiten haben wir als Tourist denn, Geld mitzunehmen:

  • Karten (hauptsächlich Kreditkarten)
  • Bargeld (am besten Euro)
  • Traveller Checks (zur Not)

Gut, dann schauen wir uns mal an, wie es im Einzelnen mit den verschiedenen Varianten ist und was die Vor- und Nachteile sind:

Kreditkarten in Kuba

Geldautomaten

Grundsätzlich kann man mit Kreditkarten in Kuba gut Geld abheben, zumindest in Havanna und anderen Touristenregionen gibt es viele genug Geldautomaten – auch wenn sich vor manchen Schlangen bilden. In kleineren Städten gibt es manchmal überhaupt keine Automaten, d.h. ihr solltet euch drauf einrichten, vorher genügend Bargeld abzuheben.

Geldabheben an der Wechselstube (CADECA)

Auch an Wechselstuben könnt ihr mit der Kreditkarte Geld abheben. Da die Anzahl der Wechselstuben erheblich reduziert wurde, müsst ihr euch üblicherweise auf lange Schlangen einstellen. Ach ja, Reisepass nicht vergessen, sonst gibt es weder bei der Bank noch der Wechselstube Geld!

Geldabheben bei der Bank

Im Gegensatz zu Geldautomaten gibt es dagegen in den meisten kleineren Städten auch Banken, so dass ihr

Diese Bank ist geschlossen, da die Klimaanlage nicht funktioniert - Zettel im Fenster

Diese Bank ist geschlossen, da die Klimaanlage nicht funktioniert

zu den Öffnungszeiten Geld umtauschen könnt. Ist nicht immer alles einfach, da in den Banken eine strikte Disziplin herrscht und ihr erstmal schauen müsst, für welchen Schalter ihr wartet. Und Zeit mitnehmen, dauert üblicheweise mindestens eine halbe Stunde, wenn nicht gar mehr. Dafür sind die Banken aber klimatisiert 😉

Normale Läden

Auch die meisten für Touristen interessanten Läden (Zigarren etc.) akzeptieren übrigens Kreditkarten, da gibt es allerdings Aufschläge, d.h. es empfiehlt sich, vorher zu tauschen und dann mit Bargeld zu bezahlen.

Betrug am Geldautomaten

Bei der Nutzung von Geldautomaten sind schon Betrügereien vorgekommen (manipulierte Geldautomaten) – allerdings jetzt auch nicht regelmäßig. Wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte in Wechselstuben mit Geld versorgen. Am Flughafen hatten wir schon mal den Fall, dass der Automat in der Nähe der Ankunft auf der untersten Ebene manipuliert wurde. Also wenn euch etwas seltsam vorkommt dort (verdächtige Personen am Geldautomaten, Automat ist wackelig…), lieber Geld tauschen.

Die Wechselstube am Flughafen Havanna

Da die Wechselstube immer unendlich lange Schlangen hat: im ersten Stock des Flughafens Havanna gab es bis vor kurzem eine – leerere – Wechselstube. Aktuell bin ich nicht sicher, ob die nach der Renovierung noch da ist, also einfach mal nachschauen.

Visacard und Mastercard

Die meisten Geldautomaten bedienen nur die Visacard, aber Mastercard wird langsam ausgerollt (wie No dankenswerter Weise unten kommentiert hat!) Deshalb kann es euch als Besitzer einer Mastercard noch passieren, dass ihr zur Bank

Ohne Aircondition keine Wechselstube - ist ja auch kein Arbeiten so im Warmen ;) - Schild in Wechselstube

Ohne Aircondition keine Wechselstube – ist ja auch kein Arbeiten so im Warmen 😉

oder in die Wechselstube gehen müsst. Ihr seid also nicht völlig ohne Geld 😉 müsst halt nur warten, bis die Bank wieder aufhat.

Bankautomaten für die Mastercard erkennt man am entsprechenden Zeichen!

Maestro- bzw. V-Card

Die meisten Bankkunden in Europa haben nun die V-Card, girocard etc., manche noch die Maestrocard. Mit allen diesen bekommt man auf Kuba kein Geld!!! Aber das sollte einen nicht wundern, denn das ist ja das typische Problem der V-Card, wie Spiegel-Online schreibt.

US-Banken

Solltet ihr ein Konto bei einer Tochter einer US-Bank haben (American Express vielleicht), dann bekommt ihr in Kuba kein Geld. Also schnell vorher noch eine deutsche Kreditkarte organisieren, z.B. über das Auslandskonto der DKB, dann klappt es auch mit dem Kubaurlaub 😉

Kosten des Geldabhebens

Beim Geldabheben fallen natürlich auch Gebühren an, die ihr nur mit der richtigen Kreditkarte vermeiden könnt. Meine alte Deutsche-Bank-Mastercard schlug mit ca. 5% zu Buche, die DKB beispielsweise erstattet eventuelle Auslandsgebühren. Wenn ihr viel im Ausland seid, solltet ihr euch das DKB-Konto mal anschauen, das lohnt sich für alle Auslandsreisen.

Probleme mit Geldautomaten

Nun wäre Kuba nicht Kuba, wenn es nicht regelmäßig Probleme mit den Geldautomaten geben würde:

  • Das Geld im Automaten ist alle
  • Es gibt kein Internet, also auch kein Geld
  • Es gibt keine Verbindung zum Visa-Server. Wieder kein Geld
  • Stromausfall: Automat ist tot

Möglicherweise gibt es noch andere Gründe, ich würde euch deshalb auf jeden Fall raten: immer rechtzeitig Geld abheben, nie auf den letzten Drücker – vor allem nicht, wenn ihr auf eine Rundreise aufbrecht und das Geld dringend braucht.

Anruf von der Bank

Bild: CUC-Scheine und Münzen

Auch üblich ist, dass eure Bank bei euch anruft und fragt, ob ihr wirklich in Kuba seid. Mir ist jetzt nicht bekannt, dass Dutzende von kubanischen Hackern die Kreditkarten dieser Welt hacken – allein schon wegen der schlechten Internetsituation, aber einige Banken scheinen das zu denken. Also: manchmal hilft es sogar, die Bank vorher zu informieren, im Allgemeinen aber nicht. Dann müsst ihr in den sauren Apfel beißen und in Kuba für teuer Geld mit eurer Bank telefonieren. Auf der anderen Seite: ich hatte schon Abbuchungen aus Thailand – wo ich noch nie war – und die hat die DKB glücklicherweise abgefangen. Insofern: die tuen auch nur ihre Arbeit… 😉

Bargeld

Bargeld: die kostengünstigste Variante

Bargeld ist auf jeden Fall das zweite Standbein eurer Geldstrategie: nehmt mindestens genug Bargeld mit, um euch über Durststrecken zu bringen, z.B. wenn der Geldautomat am Freitag Abend nicht funktioniert, ihr bis Montag durchhalten müsst, aber noch Hotel, Party und Trip nach Trinidad bezahlen müsst. Generell gilt: immer etwas Bargeld beihaben, damit man euch nicht mit heruntergelassenen Hosen erwischt.

Wechselkurs

Der Wechselkurs ist aktuell nicht sehr gut, da der CUC an den Dollar gekoppelt ist. Nichtsdesto trotz ist er immer noch besser als bei Kreditkarten. Im Allgemeinen sind die Kurse aller Wechselstuben gleich, da staatlich gelenkt.

Wieviel Geld

Ich hab mal gelesen, dass man in Touristenregionen pro Woche für eine vierköpfige Familie 1.000,- Euro einkalkulieren sollte, auf dem Land und bei All-Inklusive deutlich weniger. Diese Menge an Geld solltet ihr

Banknote: 3-Peso-Note mit Che-Konterfei

3-Peso-Note mit Che-Konterfei

nun nicht nur in Bargeld mit euch rumschleppen, aber ich würde doch einen Batzen Bargeld mitnehmen, denn im Endeffekt ist nur Bares Wahres. Wenn irgendetwas schiefgeht, z.B. der Geldautomat nicht geht – das passiert auch in Touristenregionen – bleibt euch nur das Bargeld.

Bargeld und Sicherheit

Was die Sicherheit angeht: die meisten Hotels haben einen Safe, auch viele Casas Particulares haben ein abschließbares Fach oder einen Safe – wenn nicht: Geld gut verstecken 😉 Aber normalerweise sind die Casas ziemlich sicher, Einbrüche kommen wohl vor, ich habe aber noch keinen in meinem Umfeld erlebt (Kuba ist als Land relativ sicher).

Dollar oder Euro?

Ganz klar Euro oder eine andere starke Währung (Schweizer Franken, Kanadischer Dollar…). Der Dollar ist im Allgemeinen die schlechteste Wahl, da es beim Untauschen immer noch 10% Strafzoll auf den Dollar gibt – die Retourkutsche für das Embargo. In Varadero kann man sogar mit Euro zahlen, mit entsprechenden happigen Aufschlägen natürlich 😉

Geldwechseln in Deutschland

Der CUC heißt zwar konvertibler Peso, isser aber nicht. D.h. in Deutschland bekommt ihr normalerweise kein kubanisches Geld. Wäre ja auch zu einfach gewesen 😉

Traveller Checks

Werden in Kuba auch akzeptiert, allerdings gibt es auch da einen Aufschlag, der zwischen 4% – 8% liegt. D.h. Traveller Checks wären im gesamten Mix eine Art Notfallversicherung,

Zwei Währungen

Man bekommt in der Bank oder Wechselstube nicht nur konvertible Pesos (CUC), sondern auch Moneda

In manchen Läden kann mit mit CUC und CUP zahlen - Ladenschild

In manchen Läden kann mit mit CUC und CUP zahlen.

Nacional (CUP), d.h. das Alltagsgeld der Kubaner. Davon kann man sich auch ein bisschen geben lassen, denn es ist einfacher, an kleinen Bistros damit zu zahlen – sonst müsst ihr viel kopfrechnen: der Umrechenkurs liegt je nach Geschäft bei 1:23 bis 1:25 😉 Details über die zwei Währungen findet ihr hier.

Kosten in Kuba

Jetzt habe ich viel über Geld geredet, aber wie viel Geld benötigt ihr eigentlich für euren Kubatrip? Nun ja, die Kosten sind mit dem aktuell hohem Dollarkurs (der CUC ist an den Dollar gekoppelt) in Havanna und Varadero so zwischen 80% und 100% der Kosten hier, wenn man z.B. Restaurants betrachtet. Taxis sind ein bisschen billiger (Innenstadt-Trips zwischenn 5 und 10 CUC), das Bier am Kiosk (wenn man es denn bekommt), liegt bei ca. einem Euro. Zigarren sind jetzt bei 50% bis 60% des Preises in Deutschland.

Gerade wegen der hohen Restaurantkosten empfiehlt es sich in Touristenregionen, All-Inclusive zu buchen, das ist wirklich deutlich billiger!

Fazit

Kostenmäßig fährt man in Kuba mit Bargeld am besten, dort fallen die geringsten Gebühren für den Umtausch an – und im Notfall hat man wenigstens etwas in der Hand. Irgend jemand, der am Wochenende Euro tauscht, findet ihr schon. Bei Kreditkarten wird es u.U. schwieriger.

Natürlich ist Bargeld am anfälligsten für Diebstahl, so dass ich natürlich auch Kreditkarten mitnehmen würde (s. DKB). Und ja, ich schreibe Kreditkarten im Plural, man weiß ja nie, 2 sind besser als eine Karte 🙂 Ich hab da schon Überraschungen erlebt und war glücklich, noch eine Ersatzkarte beizuhaben.

Traveller Checks sind für die Ängstlichen unter euch, denen würde ich empfehlen, 100 – 200 Euro in Checks als Notreserve einzupacken.

Alles in Allem ist Kuba ein sicheres Land, so dass ihr nicht unbedingt mit Diebstählen rechnen müsst – wenn ihr euch nicht zu dumm anstellt. Aber dann werdet ihr auch in Deutschland ausgeraubt 😉

Also: der Mix machts. Und wenn es wirklich hart auf hart kommt, dann hiflt euch auch die Botschaft weiter, das ist sozusagen der Notanker…

 

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesem Artikel etwas weiterhelfen, wenn ihr noch Anregungen oder Ideen habt – oder ich etwas falsch geschrieben habe, bitte kommentieren!

Viel Spaß in Kuba,
Euer Dietmar

 

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