Keine neuen Paladares mehr

4 Antworten

  1. Ein interessanter Bericht, vielleicht sollten sich die Kubaner mal die verschiedenen Entwicklungsmöglichkeiten des Tourismus in der Vergangenheit anschauen und dann für die eigene Bevölkerung das beste sich heraussuchen. Ich würde hier eindeutig die „italienische Lösung“ befürworte. Z.B. die Ferienorte Cattolica, Rivazurra Riccione usw an der italienischen Adria gefühlte Zehntausend kleine Familienhotels, die häufig sogar nur nach dem Hotel Garni Prinzip mit Übernachtung u. Frühstück geführt werden und maximal 50 Zimmer mit vielleicht 100 oder 120 Betten. Demzufolge gibt es in diesen Urlaubsorten, genau wie an der Riviera auch noch viele Gaststätten, und das Wichtigste, zum größten Teil familiengeführt, und kaum irgendwelche Ketten. z.B. hier http://www.adria.net/de/hotels/rivazzurra. Die meisten Hotels sind schon in den 60er Jahre gebaut worden, und haben damals sicherlich einen hohen Anteil am steigenden Wohlstand in Italien, so daß heute z.B. viele Hoteliers und Restaurantbetreiber z.B. nach Brasilien ausgewandert sind, um sich dort zur Ruhe zu setzen, oder ebenfalls dort Hotels betreiben. Als Negativbeispiel darf man hier die Türkei, die Dom Rep oder auch Tunesien und z.Teil auch Griechenland nehmen. Dort gibt es die großen All-Inclusive-Paläste, mit 500 oder mehr Zimmer, die von großen Touristikkonzernen errichtet wurden und die für die einheimische Bevölkerung nur schlecht bezahlte Hivie-Jobs bringen, da das Management aus Europa, oder den USA kommt. Die Anlagen gibts ja bereits auch in Kuba schon, sind vielleicht auch für den „gehobenen Tourismus“ notwendig. Aber in den oben genannten Ländern, wird ja auch der Pauschaltourismus mit derartigen Bettenburgen abgewickelt, mit dementsprechenden Folgen. Vielleicht gibt es ja geeignete Kanäle, diese Ideen der politischen Führung in Kuba nahe zubringen, es wäre ihr und dem kubanischen Volk zu wünschen. sich eher am Italien der 60er Jahre als an die Türkei, Tunsien oder der Domrep der 80er, 90er und 2000er Jahre zu orientieren.

    • Dietmar Fischer sagt:

      Hallo Jürgen,
      das Beispiel mit Italien und den kleinen, dörflichen Pensionen finde ich hervorragend geeignet, das wäre fast schon sozialistisch, zumindest aber genossenschaftlich – und da fördert Kuba gerade intensiv. So kommt es zu keinen Zerstörungen der Sozialstruktur, keinen großen Machtkonzentrationen. Ich bin mir allerdings nicht sicher, dass das im Sinne von Kubas Regierung ist, momentan sieht es leider eher nach großen Hotels mit vielen Betten aus, wenn auch eher im gehobenen Segment, was die Neubauten angeht, aber dieser schöne Gedanke aus Italien wird wohl nur eine Vision bleiben.
      Danke für deinen guten Kommentar,
      Dietmar

  2. Lutz Ledwon sagt:

    Hallo Dietmer,
    das Verbot von neuen Paladares in Havanna wurde vor einigen Tagen aufgehoben, es gibt also wieder neue Lizenzen, die Nachricht ist hier in Deutschland, im Gegensatz vom Verbot, kaum verbreitet worden. So schnell kann es manchmal gehen.
    Lutz.

    • Dietmar Fischer sagt:

      Hallo Lutz,
      ich danke dir für die Info! Da ist dann ja doch jemand zur Vernunft gekommen – und ist auch wieder typisch, negative Nachrichten kriegen einfach mehr Klicks.
      Ich werde deine Info gleich in den Artikel einarbeiten.
      Saludos, Dietmar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*