Liebe Kubafans!

Das Wetter in Kuba hält nicht immer Sonne für uns bereit. Als wir letzten September zur Sommerschule in Havanna waren, hatten wir sogar ausgesprochen schlechtes Wetter mit sehr viel Regen. Und wenn ich Regen meine, dann sind das nicht die paar Tropfen, die hier in Deutschland runterkommen, sondern dann läuft man durch eine Wand aus Wasser. Überwiegend gibt es in Kuba auch nicht nur Regenschauer, sondern gleich Gewitter vom Feinsten.

Überraschend schnell nass…

Anders als in anderen tropischen Ländern gibt es keinen bestimmten Zeitpunkt für den Regen, sondern der kommt einfach so, wie er will. Und das kann sehr schnell sein. Wenn die ersten paar Tropfen fallen, solltet ihr euch vorsichtshalber schon mal nach einem Unterschlupf umschauen, denn uns ist es schon passiert, dass wir 30 Sekunden nach den ersten Tropfen so durchnässt waren, als wären wir gerade dem Meer entstiegen. Kleine Anmerkung: Bäume helfen nicht! Erstens ist der Regen so stark, dass die Blätter nicht mehr sind als Feigenblätter 😉 und zweitens kommt zum Regen oft noch der Wind hinzu, der euch den Regen dann direkt ins Gesicht weht – wie in der Fishermans Friend-Werbung der Wassereimer 😉

 

 

Wenn das Gewitter startet…

Wenn das Gewitter startet, dann sieht das meist so aus wie in diesem Video, das ich aus meiner Casa gegenüber dem Hotel Habana Libre gefilmt habe. Ihr seht den Sturm, der wütet – am Anfang wird es kurz weiß: ein Blitz, der aus dem Himmel schlägt. Und man sieht keine Menschenseele auf den Straßen, ebenso keine Autos – die Calle L ist eine der meistbefahrenen Straßen Havannas, bei dem Wetter aber leer. Naja, nicht alle Autos sind halt dicht 🙂

Straßen als Flüsse…

Apropos Straßen: die Straßen verwandeln sich bei solch apokalyptischen Regenfällen schnell in Flüsse – gefördert durch die bergige Natur Havannas: das Wasser will zum Wasser – und wenn ihr zwischendurch eine Straße überqueren müsst, dann könnt ihr von Glück sagen, wenn ihr Flipflops anhabt, die trocknen nämlich dann schneller 😉

Die Geräusche des Gewitter

Das Wetter ist in Kuba näher dran, insofern, dass die Wolken tiefer hängen. Das macht sich nicht nur gut auf Fotos, sondern macht Gewitter auch spektakulärer: wenn die Blitze und der Donner näher dran ist, dann zuckt man schon mal heftig zusammen 😉 Ebenso ergeht es den Autos – ein typisches Geräusch bei Gewitter sind ausgelöste Alarmanlagen, die auf den Donner reagieren!

Und danach: eitel Sonnenschein 😉

Sonne und Wolken, von Herta Hoffman fotografiert
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Sonne und Wolken, von Herta Hoffmann fotografiert

So schnell wie das Gewitter gekommen ist, geht es aber auch wieder. Und danach? Knallt die Sonne wieder so, als ob nichts passiert wäre – nun ja, es ist natürlich extrem luftfeucht und schwülheiß – Abkühlung bringt ein Gewitter auf Kuba nicht!

Aber das sieht man auf den Bilder nicht! Würden wir alle nicht sofort das deutsche Wetter gegen Kubas Wetter eintauschen? Was machen da schon die Gewitter!!!

Euch allen einen schönen Frühlingsanfang!
Dietmar

Frente Frío am Malecón
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Am Malecón kann man bei dem richtigen Wetter das Meer auch probieren.

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