Immer mehr Touristen fahren von oder nach Kuba mit dem Kreuzfahrtschiff. Somit konnte die Zahl der Touristen auf der Insel einigermaßen stabilisiert werden. Durch den Hurrikan Irma und den Trump-Effekt nahm der Tourismus in der ersten Jahreshälfte um 24% zum Vorjahr ab. Die Kreuzfahrer konnten dem etwas entgegensetzen – gezählt wurden etwa doppelt so viele, wie im letzten Jahr.

Aber dieser Trend hat auch seine Schattenseiten. Die Flugpreise nach Kuba sind so hoch, wie schon lange nicht mehr und die Fluggesellschaften unterbieten sich im Service bei höheren Preisen – schade eigentlich. Ok, die reichen Touristen aus Nordamerika oder Europa können damit wohl klar kommen, aber es hat auch Auswirkungen auf die Tourismusökonomie Kubas. Kreuzfahrtschiffe sind schwimmende Hotels oft mit All-Inclusive-Angebot.

Dadurch lassen die Touristen immer weniger Geld auf der Insel. Vor allem Souvenirs, der schnelle Cocktail und das Urlaubsfoto mit Kubanern gehen noch weg, wie geschnitten Brot. Aber die Restaurants, Hotelbetten oder Casa Particulares werden von diesen Gästen nicht so stark nachgefragt. Wer mit dem Kreuzfahrtschiff unterwegs ist, ist mehr Zeit auf dem Boot als im Land unterwegs. Dadurch haben weniger Kubaner etwas von den Touristen. Bei den derzeitigen Preisen für Hotelübernachtungen in Havanna kann ich aber auch nachvollziehen, dass der geneigte Tourist das Schiff vorzieht. Vielleicht ist dieser Trend aber, wie viele Trends, schnell wieder vorbei und der Rest reguliert sich dann von selbst – ich werde es beobachten …

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