Restaurant Dos Hermanos in Havanna
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Ein beliebter Touristenmagnet in Havanna – das Restaurant Dos Hermanos am Hafen von Havanna

(Die aktuelle Analyse für 2015 ist fertig!)

Vor kurzem wurden die Zahlen zum Tourismus in Kuba im Jahr 2013 veröffentlicht. Leider ist das erklärte Ziel von 3.000.000 Touristen nicht ganz erreicht worden. Dennoch gab es eine leichte Steigerung auf immerhin 2,85 Millionen Gäste. Wie im letzten Jahr wollen wir uns die Zahlen etwas genauer ansehen. Die aktuelle Analyse für 2014 ist fertig.

Kubas Touristenzahlen im Aufwärtstrend

Auch im Jahr 2013 ging der Aufwärtstrend bei der Anzahl der Touristen, die nach Kuba kamen, weiter. Im Vergleich zu der Steigerung der beiden Vorjahre 2010/11 und 2011/12 hat sich der Trend jedoch deutlich verlangsamt und betrug „nur“ noch ein halbes Prozent. Diese brachten immerhin 18,2 Mio. Übernachtungen, was ein leichter Rückgang zum Vorjahr darstellt (18,4 Mio. im Jahr 2012) und gaben über 1,8 Mrd. CUC aus. Somit waren sie etwas ausgabefreudiger als im letzten Jahr. Am meisten wurde für Übernachtung und in der Gastronomie ausgegeben – nicht ganz 1,3 Mrd. CUC.

Erfreulich sind die Zahlen der Deutschen. Im letzten Jahr sind knapp 116.000 Deutsche nach Kuba geflogen, was immerhin eine Steigerung von 6,7% bedeutet. Damit liegt Deutschland eindeutig gegen den Trend der Europäer (insgesamt minus 3,4%). Wenn man die sieben zahlenstärksten Länder (Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, Schweden und Österreich) heranzieht, so sind es immerhin noch -3%. Ein wenig überraschend sind die Zahlen für das erste Vierteljahr 2014, denn dort haben die Deutschen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 14,5% und alle Länder zusammen um 5% zugelegt – da wird die Endauswertung im nächsten Jahr spannend.

Die Grafik der Besucheranzahl zeigt den zeitlichen Verlauf der Anzahl der Kubatouristen seit Beginn der Zählung im Jahr 2005. Auffallend ist der Einbruch im Jahr 2006/07. Seit 2008 jedoch geht es mit den Touristen kontinierlich aufwärts. Erstaunlicherweise ist die Krise von 2009 an Kuba scheinbar spurlos vorbeigegangen.

Kanada bleibt Nummer 1 auf Kuba

Interessant ist auch die zweite Grafik – die Herkunftsländer der Touristen. Ganz klar vorn liegt Kanada mit über 1,1 Millionen Touristen pro Jahr. Es ist also völlig normal am Strand von Varadero oder Cayo Coco einem Kanadier über den Weg zu laufen 😉 Damit konnte das Land seinen ersten Platz klar ausbauen und ist mit 39% der Touristen unangefochten. Leider liegen für die Vereinigten Staaten von Amerika keine Zahlen vor. Im Jahr 2010 wurde hier noch etwas veröffentlicht. Platz 2 nimmt Großbritannien ein – immerhin knapp 150.000 Briten, die in Kuba waren. Auf Platz drei kommen dann schon die Deutschen. Wenn man die EU-Länder zusammenfasst – wie in der Grafik geschehen -, weisen die EU-Touristen den zweitgrößten Anteil mit 21% auf.

Hauptsaison in Kuba

Wie sieht es nun mit dem Jahresverlauf aus? Darüber ist aus der dritten Grafik etwas abzulesen. Es gibt einen ganz klaren Sieger: der März. Über 354.000 Touristen tummelten sich im März 2013 an den Stränden, in den Städten und auf dem Lande. Wer es also gern unter seinesgleichen (den Touristen) mag, sollte diesen Monat der Hauptsaison wählen und eine Reise planen. Wer dagegen möglichst selten einem Touristen begegnen möchte, kann im September hinfliegen – immerhin nur 57% der Touristen des März oder 146.000 sind hier auf Kuba gewesen. Die Grafik gibt aber noch mehr her. Eingetragen sind die Jahre 2009 bis 2013 und als Referenz das Jahr 2005 sowie der Durchschnitt der letzten fünf Jahre. Es ist ganz deutlich zu sehen, wie die letzten drei Jahre im und über dem Durchschnitt lagen. Der März hat eine enorme Streubreite, ganz im Gegenteil dazu der Juli. Die Tourismusmanager sollten daraus ihre Schlüsse ziehen 🙂

Fazit

Kuba hat sich zum Ziel gemacht, eine der Spitzendestinationen der Karibik zu werden, wie unlängst bereits in der Jungen Welt zu lesen war. Aus den Zahlen der letzten Jahre lässt sich klar ablesen, dass die Touristen da auch mitziehen. Es sollte jedoch nicht außer acht gelassen werden, dass Tourismus ein launisches Ding ist und das Image stets gepflegt werden sollte. Wenn dann noch eine Entspannung zu den USA hinzukommen würde, wie von vielen US-Bürgern gewünscht, die Reiseerleichterungen einschließt, könnte das ambitionierte Ziel durchaus erreicht werden.

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